Deutschland

Land zwischen …
Corona und Reinheitsgebot
Virus und Wirren
Astra Zeneca und Wonderbra
Lockdown und Downtown
Shutdown und shut up
Spahn und Platte
Scheuer und Teuer
Altmeyer und Rumgeeier
Inzidenz und Arroganz
Protest und Schnelltest
Pleiten und Pannen

Land zwischen …
Floskeln und Pusteln
Innovation und Bürokratie
Koalition und Korruption
Abgehoben und abgehängt
FDP und PDF
Gauland und Ausland
Fremden und Fremdeln
Öko-Bilanz und Nulltoleranz
Frankfurt entweder und Frankfurt Oder
Windrad und Energiebeirat
Vegan und Rinderwahn

Land zwischen …
Wattwurm und Weißwurst
Hechten und Robben
Mc-Pomm und Meck-Pommern
Mett Igel und Mettmann
Einheit und Gemeinheit
Gleichgesonnten und Bleichgesinnten
EU und Äh Du
Tesla und Tesa
Fantasie und Fantaer
Software und sonst wer
Truppenreduzierung und Gruppenrabatt

Land zwischen …
Null Acht und Fünfzehn
Alter ego und alter Agro
Labrador und Vivaldi
A. Berg und J.S. Bach
Windeln und Prostagutt
Alternativ und konservativ
Smartphone und Hardliner
Partys und Smarties
Wirtschaft und Kneipe
Tiergarten und Biergarten
Vollkorn und Doppelkorn

… ist unser Land

Der Tom
10.10.2020










Sonnendach

Langsam schiebt sich                                                                                        
weißblendendes Licht
über Baumwipfel der Anhöhe
erstes strahlendes Lächeln                                                                            

Mein Blick biegt sich mit dem Fluss
im sanftem Schwung
das Tal im frischen Grün
der Turm reckt sich schlank
dem jungen Himmel entgegen
mein Blick aus der Nacht gebrochen
die Haut noch Bett zerwühlt
strafft sich mit dem Licht
Konturen wachsen dichter

Im polierten Harnisch Fliegen
Perlmutterspiel an weißer Wand
Mauersegler malen immer höher
gleitende Bahnen in chromblitzende Luft
feinseidiges vollendetes Netzwerk
reglos die Spinne im Rad
kreuzwärmender Strahl
satt vom nächtlichen Gelage

Geräusche strecken sich schüchtern
ins gesprenkelt tanzende Licht
bevor das hundertstimmige Landstück
sich in den Kronen verfängt
der Morgen riecht noch frisch
während der Himmel heiß flüstert
Kinder atmen leicht und friedlich
hinter geduckten Fensterschatten
im Holz pochen noch ihre Träume

Bald schon wird die Hitze flirren
bis Alles aus der Form fließt
Fensterläden blättern Schaubilder
in das morgendliche Gemälde
aus pastellenem Farbenklang
krallt sich bald schon der Tag
dampfend an die alten Bäume
Sträucher und Fassaden
im Schatten von Gärten Leben
schwitzend von der Straße gekehrt
Reifen klatschen Beifall
das alte Pflaster schmatz
ich träume von Segelschiffen

Die Turmuhr pendelt acht Takte
aus kalter kirchenalter Luft
die Sonne beginnt sich zu eilen
verzerrt den Morgentau im Licht  
Hitze wird den Tag verschlingen
und Gesichter so glasig malen
ich kann in den Gedanken lesen
so wunderbar wie ein Lächeln

Der Tom
01.08.2017

 

 

 

 

 

 

 

Nachtgesang im Hof

Die uralte Tanne
begreift sich dunkel
eine Rotte Mauersegler
zirpt noch Flugspiele
zwischen den Dächern
während der Abend fällt
mit geröteter Stirn
ganz tief ins Dunkel

Semmelblass behäbig
am alten Turm empor
steigt ein fahles Lächeln
vom Mann im Mond
und das Land zerfällt
knisternd in Gänze
Schatten um Schatten
vereint in Schwarz
 
Fensterflügel gespreizt
wimmern leise Träume
der heulmüden Kindern
verfangen sich in Wäsche
zur Nacht hin aufgeleint
an Laternen gelehnt
dösen abgestellte Autos
im träge fallenden Schein

Sterne funkeln ewig weit
Stücke von Hoffnung herab
das Kerzenlicht fremdelt
mit Gelassenheit und Ruhe
an der Hofleuchte ein Tanz
in freier Choreographie
ein Flattern und Wirbeln
zum verglühenden Final

Die Blüten falten sich
den Duft nach innen
so bunt verschlossen
schlafen sie Gärten fort
gespannte schwarze Weite
sternbebilderte Vertraute
der Ort verleitet ungefreut
zum Fallen in die Höhe

Schwarzgemaltes Land
Konturen ohne Namen
bilden Mythen aus
Stunden entwirren sich
fallen vom Tagesknäuel
flüstern in den Ohren
Schlaf sickert aus Fassaden
träge von Schaf zu Schaf

Weiterziehendes Lächeln
blassweiße Freundlichkeit
die Gedanken pochen
wuchern in den Träumen
wie Schattenwurf im Licht
Glocken schwingen dumpf
die Zeit gegen die Nacht
Wellenschlag auf der Haut 

Stunde neben Stunde
Kaugummi kauend
auf zerfließenden Dächern
über dem Landstück
ein einziger tiefer Spalt
so tief bis schwarz
grenzenlos sich verlaufend
in bodenloser Unendlichkeit

Erlösende erste Turmschläge
früher Morgen pellt sich
erste vage Prophezeiung
Geräusche kriechen vor
das Schwarz verfärbt sich 
errötend bis Silberblau
ein neues Versprechen
so lang ich denken kann

Der Tom
07.08.2021

www.tomkleinremnsing.de